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Sagen wird man über unsre Tage...

Matinée zum Geburtstag der DDR vor 70 Jahren mit Gina Pietsch (voc) und Bardo Henning (p)


Sagen wird man über unsre Tage...
© Freidenker
_ altes Eisen hatten sie und wenig Mut, denn sie hatten wenig Kraft nach ihrer Niederlage... Der Jazzer Uli Gumpert hatte das komponiert, und ich hab es in den frühen Siebzigern gern gesungen _
Es wird gehen um die Heimat, die im Lied gern besungen wurde und die heute ein Wort ist, das missbraucht scheint. Antifaschismus, den wir in der DDR-Schule lernten, glücklicherweise verordnet, weil unsere frühen Oberen ihn aus KZ, Exil und Kriegen mitbrachten, muss verteidigt werden, weil Faschismus noch oder schon wieder in jungen oder alten Köpfen sitzt _

Zusammengefasst könnte man sagen, es wird gehen um eine Haltung zu dieser großen „dritten Sache“, wie Brecht es gerne nannte, also dem Kampf gegen eine Gesellschaft der Ausbeutung, für eine sozialistische _

Es wird im Programm um Solidarität gehen, mit den Schwachen in der Welt, Solidarität, die bei uns schon den Kindergartenkindern beigebracht wurde und die Staatsaufgabe war _

Es wird um Freundlichkeit gehen, die notwendige, ohne die Ost und West nicht zusammenzubringen sind. Es wird um Menschlichkeit gehen, im großen und kleinen Sinne, an den Plätzen, die bei gleicher Arbeit gleich bezahlt werden müssen, in den Wohnungen, die für alle erschwinglich sein müssen, an den Schulen und Universitäten, die allen gleichermaßen zugänglich sein müssen. Nicht vergessen sei die Achtung, die jedem zusteht, Frauen gleich Männern, Alten gleich Jungen und und und

Und es geht um den Frieden, der gesichert sein muss, ohne Waffen, nicht nur, aber besonders weil wir aus der DDR an ihn gewöhnt waren. Denn unsere Volksarmee trug den Namen mit Recht, da sie nie beteiligt war an Kriegen. Vieles von dem haben wir, die wir aus diesem kleinen, lange Zeit recht armen, Ländchen kommen, schon erlebt, und vermissen es nun. Aber unsere Hoffnung auf ein großes, gutes Deutschland wird nicht aufgegeben. Und es gibt da Dichter, - Braun, Brecht, Hacks - und Liedermacher – Gundermann, Demmler, Degenhardt - in der Hinterhand. Und wir beide auf der Bühne bringen unsere verschiedenen Erfahrungen ein, der in der BRD geborene Komponist und Pianist Bardo Henning, und ich, Gina Pietsch, die in der DDR sozialisierte Sängerin.

Gina Pietsch
Sängerin und Schauspielerin Germanistik- und Musikstudium an der Karl-Marx-Universität Leipzig; Studium im Fach Chanson bei Gisela May, an der HS für Musik „Hanns Eisler“ zu Berlin; Schauspielabschluss an der HS für Schauspielkunst „Ernst Busch“ zu Berlin; dort und an der Filmuniversität Babelsberg „Konrad Wolf“ 1992 bis 2010 Lehrtätigkeit für Gesang und Interpretation

Bardo Henning
Komponist und Pianist Studium an der Musikhochschule in Graz, 1981 bekam er den 1. Preis der Phonoakademie. Seit 1985 arbeitet er mit dem Orchester Experimenti Berlin, mit 16 MusikerInnen aus Berlin und Europa 1989 erhielt er den Jazzpreis des SWF
SO
04.10.2020
11:00 - 13:00
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Eintritt frei
Ort der Veranstaltung
Villa Leon
Philipp-Koerber-Weg 1
90439 Nürnberg
Tel: 0911 2317405
Fax: 0911 2317404
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Preise
Eintritt frei
Veranstalter
Deutscher Freidenker-Verband e.V. Landesverband Bayern
Albrecht-Dürer-Str. 23
85579 Neubiberg
Webseite VeranstaltungsveranstalterWebseite
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